„I Have A Dream“

das war das Motto des Gospelgottesdienstes, der am 1. 7. 18 in der Evangelischen Apostelkirchengemeinde in Bonn-Tannenbusch stattfand. Das Zitat stammt aus der Rede, die Martin Luther King am 28. August 1963 anlässlich des 250-Tausend-Teilnehmer-Marsches auf Washington hielt. Pfarrer Martin Hentschel hatte das 50. Todesjahr von Martin Luther King zum Anlass genommen, zu dieser ungewöhnlichen Art eines Gottesdienstes einzuladen.

Im Verlauf des Gottesdienstes wurden aktuelle Bezüge mit traditionellen biblischen Elementen auf ungewöhnliche Art miteinander verschränkt. Darin integriert waren Darbietungen des Chors Swinging Rainbow, die von Peace be Unto You (Friede sei mit euch) von Hans Christian Jochimsen über Baba Yetu, die Suahili-Version des Vater Unser bis zu GLORY, dem Oscar-prämiierten Titelstück aus dem Film Selma reichte. Aber auch Lateinamerika war präsent: so erklang das Kyrie im Mambo-Rhythmus!

Eine Beamer-Unterstützung sorgte während des Gospelgottesdienstes entweder für die Veranschaulichung des Textes (so bei GLORY, das einen großen Rap-Teil enthält) , oder sie diente zur Wiedergabe der Kerngedanken der einzelnen Musikstücke. Und sie half den Besucher*innen bei denjenigen Liedern, die der Chor mit der Gemeinde gemeinsam sang.

Das durchweg einhellige Urteil der Teilnehmer*innen: „Eine rundum gelungene, neue Art von Gottesdienst!“ und „Sollte man öfter machen“.

Ein interessanter Nebeneffekt: die treue Fangemeinde von Swinging Rainbow kam so in den Genuss von einigen Vorabpremieren, nämlich von Liedern, die der Chor erstmalig in seinen diesjährigen Novemberkonzerten einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen wird.